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Zum Coronageschehen

Dr. Judith Binder Trotula-Logo

Wenn es um die medizinische Seite von Corona geht, stehe ich auf der Seite des Public Health Experten Martin Sprenger, der zu Beginn der Krise 3/2020 Mitglied der Corona Task Force der Bundesregierung war, nach vier Wochen ausgetreten ist und das Buch „Das Corona Rätsel“ geschrieben hat.

Ein Zitat daraus:

„Am 30. März entgleist das Angst-Geschehen. Der Bundeskanzler verschärft die Gangart und erklärt, dass bald jeder einen kennen werde, der am Coronavirus gestorben ist. Also: Verlängerung der Maßnahmen und Maskenpflicht. Eine empirische Grundlage für diese Behauptung gibt es nicht. Die Daten zeigen eindeutig, dass es zu einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems nicht kommen wird. Kurz beruft sich auf eine ‚Studie‘ von Mathematikern, deren Fehlerhaftigkeit schon bei ihrer Präsentation angesprochen wird“.


Am 24.2.2021 konnte ich ihn und zwei andere KollegInnen bei einer Online Fortbildung zum Thema „Ethik in Pandemiezeiten“ erleben. Eine interessante Tatsache blieb bei mir hängen: Norwegen, Schweden und Dänemark haben bis heute keine Maskenpflicht eingeführt — dort wird es den BürgerInnen überlassen, in Eigenverantwortung Abstand zu halten und Masken zu tragen, wo es sinnvoll ist. Dies wurde so gehandhabt, weil eine wissenschaftliche Modellierung der Maßnahmen zu dem Schluss kam, dass die positiven Effekte einer Maskenpflicht geringer wären als die schädlichen!


*Sein Ansatz ist weg von der Pathogenese hin zur Salutogenese — also den Fokus nicht auf das legen, was krank macht, sondern darauf, was die Gesundheit fördert. Schuldgefühle zu fördern, eine Sündenbockmentalität aufzubauen, Vorverurteilungen und eine Spaltung der Gesellschaft führt zu einer Abschwächung der Resilienz und einer höheren Anfälligkeit.


Interessant war auch Sprengers Information zur GFA, Gesundheitsfolgenabschätzung. Darunter versteht man die Untersuchung, wie sich bestimmte Maßnahmen auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken. Eine Expertenkommission des Bundesministeriums wurde kurz vor der Pandemie aufgelöst — warum?


Ein anderer Vortragender war Ferdinand Rudolf Waldenberg, Herzchirurg und Lehrender für Gesundheitsökonomie und Organisationsethik an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien.

Er erwähnte das Mediensprechverbot für nicht opportune Wissenschaftler und betonte: „Die wissenschaftliche Debatte muss trotzdem weitergehen“. Auch zitierte er Professor John Ioannidis von der Stanford University: „Wir haben weder am Anfang noch am Ende valide Daten“.


Und hier noch ein paar Gedanken zum Thema Maske, die Spaltung der Linken, Homöopathiebashing, Immunsystem und Paranoia:

Die Verpflichtung zum Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen, und schon gar einer FFP2 Maske, braucht eine handfeste Grundlage, und die gibt es auch — je nachdem, WO ich mich aufhalte. So einfach ist das. Es ist ein Unterschied, ob ich im Krankenhaus bin oder irgendwo draußen, ob ich mich unter gesunden Menschen bewege oder auf einer Intensivstation. Es ist ein Unterschied, ob ich beruflich mit Chemikalien arbeite, eine professionelle Gargenreinigung mit hoher Staubbelastung durchführe, oder ob ich Gemüse einkaufe.

Die sich dem linken, fortschrittlichen Lager zugehörig fühlenden Menschen teilen sich gerade in mindestens zwei Lager und das erschreckt mich.

Eigentlich hätte ich sie alle für klüger, kritischer und eigenständiger gehalten.

Denn nur weil hier zufällig die FPÖ eine regierungskritische Position vertritt, muss ich ja nicht automatisch mein eigenes Denken ausschalten. Wäre die FPÖ in der Regierung und hätte uns diese Maßnahmen beschert, oh wie laut wäre da der Sturm der Entrüstung!

Ich zähle mich zu den Menschen, die sich für die Gesundheit, für Selbstverantwortung, für Spiritualität, für Mitgefühl und für ökologisches Handeln engagieren.

Ich scheue mich nicht, von Mutter Erde zusprechen. Ich scheue mich auch nicht, menschengemachte Technologien, die der Erde schaden, abzulehnen. Kritisch gegenüber der 5-G Technologie zu sein, wird ja gerade zum Erkennungsmerkmal der Verschwörungstheoretiker und somit Pfui.

mit-arbriIch sehe mich weit entfernt von ausländerfeindlichen Rechtsradikalen — hatte ich doch selbst eine muslimische Pflegetochter, mit deren Familie ich bis heute befreundet bin.


Ich scheue mich auch nicht, die Homöopathie zu empfehlen, auch wenn das ebenfalls gerade Pfui wird — warum eigentlich?

Ich kann es nicht glauben, wie sehr die Propaganda gefruchtet hat — wenn ich zum Beispiel eine alte Frau beobachte, die sich zusätzlich zur FFP2 Maske noch eine Schutzbrille aufsetzt, wenn sie beim Betreten ihres Hauses eine andere Person trifft! Oder wenn ein alter Mann beim Vorbeigehen auf dem Gehsteig mir „Abstand halten“ zuschreit.

Hier ein Auszug aus der Kolumne von Dr. Ulrike Seidl, Kassenärztin für Allgemeinmedizin in Graz, in der Zeitung „Medical Tribune“ vom 3.3.2021:

„Beim Heimgehen treffe ich Frau W. Mit FFP2-Maske mutterseelenallein beim Spazierengehen.Ihr Cholesterin ist um die 350 und ihren Diabetes behandelt sie auch nicht. Aber sie hat Angst, dass sich Covid auf menschenleeren Straßen auf sie stürzt. Nein, ich muss die Welt nicht verstehen.“


Falls das noch nicht klar ist: Die Ansteckung mit dem Coronavirus geht über Tröpfcheninfektion, braucht eine genügend lange Zeit (15 Minuten) und einen geringen Abstand (1,5 m). Bitte weitersagen! Im Freien ist die Ansteckungsgefahr fast vernachlässigbar.


Außerdem ist es dein Immunsystem, welches eine Infektion zulässt, sie bekämpft und den eventuellen Krankheitsverlauf bestimmt.


Wie Martin Sprenger sagte: Der virologische Tunnelblick reicht nicht aus, um das Geschehen der Pandemie zu verstehen".

Abseits all meiner bisherigen Ausführungen muss ich hinzufügen: sobald es eine offizielle Verordnung gibt, hat diese Rechtsgültigkeit. Ein dagegen Handeln wird somit zur strafbaren Handlung. Deshalb meine Bitte: brav sein, Maske tragen, auch in einer leeren Kirche und möglichst auch im Wald!

AHOO